In Anlehnung an einen Artikel von Patrick Voelcker auf mobile-zeitgeist.com (warum-responsive-webdesign-schrott-ist), habe ich mir natürlich meine eigenen Gedanken zum Thema responsive Webdesign gemacht.

Also mir hat responsive Design eine Menge Arbeit erspart, aber einige Nachteile gibt es definitiv:

Leider gibt es keine Möglichkeit, serverseitig die Bandbreite -oder wenigstens die Auflösung- des Besuchers zu ermitteln.

Beides geht nur clientseitig im Browser. Wobei man sich für die Bandbreite was einfallen lassen könnte - z.B. wie lange dauert es, bis ein Bild heruntergeladen wurde. Den Wert kann man serverseitig ermitteln und anhand des Wertes dann die weiteren Anfragen verwursten - Bilder "herunterrechnen", ausblenden, verkleinern...wasauchimmer. Wobei hier dann eine serverseitige Session notwendig ist, damit der Wert nicht verloren geht.

Die Auflösung ermitteln, geht nur clientseitig. Wobei man den Wert dann entweder via Cookie und/oder Javascript zum Server übermitteln muss. Auch nicht unbedingt ideal. Der HTTP Header gibt leider dazu nicht viel her. Der User-Agent reicht dafür nicht aus. Hier muss ein update her :-)

Wobei die Bandbreite wichtiger wäre, als die Auflösung. Also hilft ein srcset nur bedinkt weiter.

Ein weiterer Nachteil ist, dass man weder für den Desktop, noch für mobile Geräte eine optimierte Variante hat. Allerdings kann man mit ein paar CSS/Javascript Tricks dennoch einiges machen.

Z.B. muss ein langer Text auf dem Smartphone nicht wirklich in voller Länge erscheinen. Da lassen sich Teile ausblenden und bei Bedarf dann wieder einblenden.

Bin am überlegen, ob ich die Bilder bei geringen Auflösungen verkleinern sollte. Also nicht nur responsive, sondern auch noch adaptive. Das ist nicht sehr auswändig und schnell gemacht. Bin mir aber noch nicht wirklich sicher, ob das wirklich notwendig ist. Vielleicht bin ich da aber auch zu übergenau. Responsive hin oder her. Die Auflösungen sind auch auf mobilen Geräten mittlerweile sehr hoch. Aufjedenfall ist das eindeutig eine Aufgabe für das CMS.

Responsive Webdesign ist definitiv kein Schrott, aber eben auch nicht für jede Webseite und Webdesign geeignet. Ich persönlich halte es für die ideale Lösung, wenn man eine Desktop Variante und eine komplett responsive für mobile Geräte -inkl. Tablets- erstellt. So muss man zwar wieder jede Menge Templates erstellen, ist aber m.M.n für den Besucher der Seite die angenehmste Lösung.

Für meine eigenen Seiten setze ich in Zukunft aber auf Responsive Webdesign. Das spart Zeit!

Stichwort Adaptive Design. Wer schnell eine Lösung sucht, mit dem er seine Bilder mittels Javascript und php der Auflösung des Besuchers anpassen kann, sollte sich mal diese Seite hier ansehen:

adaptive-images.com

Ich selbst nutze es für unsere responsive Webseite nicht, da ich es bequem vom CMS erledigen lassen könnte. Schaut aber ganz gut aus. Vor allem schnell und einfach.

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4 Kommentare

  1. Avatar
    geli
    Mo, Okt 14, 2013

    Sieht jut aus, schick schick schick :-)

  2. Avatar
    Jörg Ladewig
    Di, Okt 15, 2013

    Kurz und knapp, so lieb ich datt. Danke dir. Ich schätze mal, Du hast dir die Webseite auf deinem Smartphone angesehen. Mit voller responsive Funktion.

  3. Avatar
    Mi, Nov 13, 2013

    Schrott finde ich Responsive Webdesign auf keinen Fall. Das hat mir schon so manchen Tag gerettet. Gerade programmiere ich an einem eigenen Framework.... :)

  4. Avatar
    Jörg
    Sa, Nov 30, 2013

    Nein Schrott definitiv nicht. Da ist auch etwas Polemik dabei, angelehnt an den oben verlinkten Artikel.

    Mir hat responsive Webdesign bisher auch einiges an Zeit gespart.

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